10.3.-14.3.2025

Die Tage waren gekennzeichnet von Arbeit, jeder von uns auf seiner Art und Weise. Ich höre S. zu und sie mir. Da jeder von uns sein eigenes „Geschäft“ hat und nicht wie einige Bekannte von mir, ein Paar sind und auch noch Geschäftspartner, hört man einfach zu und gibt Ratschläge oder ist kreativ. S. bekam Besuch von S.. Eine intensive Stunde für sie. S. ist sowas wie ein Medium. Zurück zum Alltag. Der Alltag besteht schon aus viel Absprachen, da würde eine „Bauernbeziehung“, das Zusammenleben und arbeiten noch komplexer machen. Einige der Künstlerpaare die ich kenne, sind auch daran gescheitert. Geprägt war die Woche bei S. von der Freude über die fertige Renovierung ihres Ladens und bei mir über den langsamen Fortschritt von Kuskus und einer Klasse einer MS die wir G. und ich dreimal besuchten. Wie sagte Frau M. die Klassenleiterin, die übrigens ein Hochzeitskleid für sich bei S. vor Jahren bestellt hatte, die Konzentrationsdauer der Schüler wird immer kürzer. Der Kommentator in der Augsburger Allgemeine über Gedankenspiele ein Handyverbot an Schulen einzurichten, endete mit den Hinweis, das sei die Aufgabe der Schule einen ordentlichen Medienunterricht anzubieten und ein Verbot ist zu kurz gedacht. Der Mann lebt nicht im Schulalltag einer MS, einer RS oder Förderschule. Wenn schon Studien sagen, dass 5% der Kinder und Jugendlichen eine Suchtproblematik aufweisen, dann muss man an mehreren Ecken drehen: Eltern, Politik ( die bei Suchtbehandlungen die Kosten tragen müssen über die Krankenkassen, Verhandlungen mit den großen Konzernen über einer Abschaltung von Tiktok und Co. während der Nacht ) Gesellschaft ( Angebote und Unterstützung aller möglichen Vereine und Einrichtungen um Kinder für Sport und Kultur zu begeistern ), Medienschulunterricht und Analoge Angebote die Körper und Geist fördern und Verbote. Hat das Zigarettenrauchen, begonnen ca. 1880, symbolisch nicht nur den einzelnen verschmutzt und krank gemacht, und irgendwann hat man bemerkt dasselbe machen wir mit unserer Erde, so verschmutzen die Inhalte die auf Kinder und Jugendlichen ungefiltert über das Netz in ihre Gedanken und Gefühlswelt hereinprasseln, deren geistige, moralischen und ethischen Werte, die einer Gesellschaft zugrunde liegen, und im Grundgesetzt verankert sind. Wenn 7 jährige Kinder Pornographie erleben oder Köpfungen und dergleichen mehr, dann ist nach dem Schock, erstmal Pause und dann je nach Kind und Elternhaus ,kann es bei immer wiederkehrenden Konsum, und wenn es nur Sekunden sind, zur Abstumpfung kommen, gegenüber Leid und Schmerz. Was ich bei einem Polizeivortrag zum Thema Handy und Kinder gesehen habe, hat sich als Bild bei mir quasi eingebrannt. Abscheulich und Pervers was sich Männer und Frauen (eher kleiner Teil) einfallen lassen. Genauso eingebrannt im Gedächtnis von mir hat sich die Aussage eines Jugendlichen dessen Vater ihn mit 10 Jahren mit Pornographie konfrontiert hat. Das was dieser damals 17 jähriger Jugendlicher zu mir gesagt, war nur grausam. Und er war froh das ich ihm zugehört hatte. Danach war mir nur schlecht. Punkt.

Die Woche war gekennzeichnet auch von Kälte die wieder kam, wie ein ungeliebter Gast, der sich immer wieder einnistet. Die Blumenzwiebel die ich eingepflanzt habe, halten sich zurück und die schon sichtbar ihre Blätter zeigen, bleiben im Standby Modus. Anekdote, S. kochte einen riesigen Topf mit Chille con Carne, bei uns, sensa Carne. Er sollte eigentlich Montag und Dienstag ausreichen, war aber schon am Montag war er leer. Y. meinte wenn man zu mir sagt, iß, dann esse ich auch. Vier Dosen Rote Bohnen, ebenso viel Mais, zwei Packungen Sojagranulat und was sonst noch hinein gehört, alles in nicht einmal 24 Stunden verspeist. Ach ja im Kino war ich auch, Mickey 17. Ein Abgesang auf alles männliche ala Trump und Co. , ach Kino, du Illusionsmedium. Ansonsten in den Vorankündigungen kein Abgesang sondern, vermehrt BumBum, schlechte Vorbilder,. S. puzzelte an ihrem Puzzle und ich widmete mich wieder der Philosophie und drei Einheiten Sport jeweils 20 bis 40 Minuten. Kurzer Besuch beim JTA und mit C. gesprochen, hoffentlich bleibt sie gesund, die Gute.

Haiku des Tages: Wiedermal brennt das Feuer und alles ist ruhig am Abend. Warmes Licht vom Ofen und das Schnurren des Katers auf dem Ohrensessel.

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