22.3. S. fährt mit L. nach Würzburg. S. trifft sich mit dem Schulkollegen R. und L. mit ihrer Freundin E.. Ich mache meine übliche Runde zum Schneider und dann Haushalt, Garten und gegen Mittag kommt Th. und bringt etwas Ukulele bei. Sehr lustig und ich habe das erste Mal verstanden was ich zu tun habe. Th. ist halt ein Lehrer. Und das coole, gespielt und gesungen. Natürlich einfachste Lieder, aber immerhin. Das Wetter angenehm schön, warm, sodass ich viel im Garten war. Irgendwann kamen die beiden Grazien wieder, aufgedreht wie ein Kreisel. Für S. war es so richtig gut mal wieder rauszukommen und ihren alten Freund zu sehen. Der Plan ist ,dass die Eheleute das nächste Mal mit dabei sind. Ich bin gespannt auf R., da er eine interessante Vita hat und jetzt vollkommen ausgestiegen ist aus seinem stressigen Beruf und Sterbegleiter geworden ist. 23.3. Sonntagsritual, Frühstück und lesen, S. ruht sich aus, das Wetter hat wieder umgeschlagen und ich habe die ersten Schwalben gesehen, am Nachmittag, die aber weiter geflogen sind. 24.3. da wieder kühler ziehen wir uns zurück, jeder macht seine Arbeit und ich hänge etwas in der Luft emotional und geistig, körperlich, denn mein linkes Bein, Nachwehen einer Thrombose, Nachwehen der zweiten Coroanaimpfung, rührt sich wieder. 25.3. zähe Tage, aber für freuen uns auf Donnerstag. Ich kann auch nicht schreiben, das heißt schon was. Quäle mich mit Schätzings Roman Helden durch die Nacht und stelle fest, ich würde es nicht empfehlen, außer für Personen die fließend Latein und Französisch können und sich für die Geschichte Englands interessieren. 26.3. unser Auto ist von der Reparatur wieder da, also kein Problem für Donnerstag. Die Helden sind geschafft und müde schließe ich meine Augen. Tausend Seiten für was, wie gesagt nicht meins. Seitdem lese ich lieber die Überlegungen zum Thema Protyposis von Thomas Görnitz. ( Prof. für Physik ) Spannender als die Heldengeschichten von Jacob dem Fuchs. 27.3. Arbeit und alles was dazugehört und dann 18 Uhr Abfahrt nach Kempten zu Achim Bogdahn und F.. Achim Bogdahn, BR2 Redakteur und Hans Dampf in vielen Gassen, liest aus seinem Buch “ Unter den Wolken“. Das Buch, das uns auch während unserer Reise begleitet hat. Wir treffen uns mit F. in der Kulturwirtschaft, die als Verein in Kempten, ähnlich dem Kupa West in Augsburg, ein Hort für Künstler ist und ein vielfältiges Kulturangebot bietet. Es war keine Lesung im herkömmlichen Sinn, es war ein Spaß, eine Gaudi, eine Freude A.B. beim Lesen, beim erzählen, singen, blödeln mit uns zu erleben. Selten so einen lustigen heiteren Abend erlebt. Wir waren einmal bei Helmut Schleich, wunderbar, aber bei ihm war so ein gewisser Ernst zu hören. Bei A.B. nicht, er lässt uns teilhaben, jenseits von Politik und Gesellschaftskritik, an seinen alltäglichen Beobachtungen, die dann doch im Subtext politisch sind. Das Lesen machte vielleicht 10 % aus, der Rest fabulieren, improvisieren und Dialog mit dem Publikum und ihn begleiten wie er sein Repertoire seiner Lesung erweitert. Eine Art Comedy-Kabarett-Lesung am und mit offenen Herzen und Geiste. Mal schauen ob meine Bemühungen Früchte tragen ihn nach Augsburg zu holen. Nächtens sind wir nach Hause gefahren. 28.3. müde und heiter aufgestanden zum Schneider, wir beide, mit den Jungs abgehangen und dann S. in die Arbeit und ich in die VHS, Philosophie. Da unser Plan war am Wochenende das ganze Haus zu putzen fingen wir am Freitagnachmittag an. Sonja Gartengedöns, da noch schönes Wetter und ich den Keller. 29.3. weiter mit Parterre, ich und S. mit dem ersten Stock. Beginn 10 Uhr und um 14 Uhr waren wir fertig. Das Haus sauber. Um 17 Uhr ging es dann für mich in die Argon Lounge, da dort Musiker ein Open Stage abhielten und den Hut herumreichten und die Erlöse dem Verein KusKus-Augsburg zu Gute kamen, den wir im Sommer 24 gegründet hatten. Was für ein schöner Abend, viel Musik, neue Leute und alte Begegnungen. Fünfhundert Euro wurden gespendet und T. aus München spendete noch einmal 200 Euro. Später Abend und glücklich. 30.3. Sommerzeitstart und trotzdem wie immer um 6 Uhr wach. Wir konnten draußen frühstücken in der Sonne mit Y. und L. und M. aus Thailand zu geschaltet. Gut das wir die Sonnenstunden ausgenützt hatten, denn irgendwann zog es zu, S. wurde müde und schlapp, aber wir wollten doch noch rund um das Kloster Wettenhausen wandern. Daraus wurde nichts, es reichte gerade noch für einen Kaffee in der Klosterwirtschaft und dann hinein in den Kaisersaal zum Konzert des Augsburger Kammerchors. W. singt dort mit und hat uns eingeladen. Großes Hallo nicht mit ihm, sondern Überraschung mit M. und M. unsere ehemaligen Chorsänger und D. und A.. Mit D. verbindet mich eine jahrelange Freundschaft und konstruktive, kreative theaterpäd. Arbeit und A. ihr Ehemann und Pianist vom feinsten. Gibt immer noch Konzert und ist gefragt. Wir, D. und ich, hätten es beinahe einmal geschafft gemeinsam den Sommernachtstraum zu spielen, aber das Aber kam von mir, da ich damals noch doppelt gearbeitet habe und wußte wenn ich auch noch nachts spiele über einen Monat lang, dann bin ich gaga. Jeder von uns war überrascht wen er in Wettenhausen trifft, irgendwo in der Nähe von Burgau. Aber alle sind gekommen um den Chor zu hören und der, wunderbar. Ein Gesang der ins Herz ging in die Tränendrüsen und wieder zurück zum Herzen. Einfach schön. Danach fuhren wir nicht, sondern blieben noch mit dem Chor und unseren Freunden zusammen. Alles länger als geplant oder gedacht. Was für ein dichtes Wochenende ab Donnerstag. 31.3. Wetter kalt und nicht schön. Sport und Meditation sind neben der Arbeit meine Eckpunkte und bei S. ihre Arbeit, da eine Praktikantin da ist, ab 8.30 Uhr bis 18 Uhr. 1.4.25 April, und der weiß….ab morgen soll es wärmer werden, aber es so wird? S. sendet alles ins Universum und bekommt alles zurück, an Arbeit und ich mache vielleicht etwas falsch mit dem Universum :). Nein, nicht wirklich, aber trotzdem bin ich nicht ganz zufrieden mit einigen körperlichen Zuckungen. Heute den Ofen eingeheizt, damit das Haus wieder mal so richtig warm wird.
Haiku des Tages: April und der ist mal so oder so, aber meistens anders.