Endlich wieder einmal Philosophie bei der VHS. Wir nehmen uns Karl Jaspar vor und da ich die erste Einheit versäumt habe, suche ich erst das Zimmer in der wir unterrichtet werden. Der Begriff „übersinnliches“ fällt und ich bin plötzlich im Zentrum der Diskussion, da N. mein Ball gerne nimmt, denn ich behaupte es gibt nichts „übersinnliches“. Entweder ist ein Sinn von nöten oder es ist kein Sinn, aber übersinnliches gibt es nicht. Es gibt Wahrnehmungen, ein Gespür, aber das hat nichts mit den Sinnen zu tun. Man bräuchte da ein anderes Wort. Wir nehmen unsere Welt über die Sinne wahr und haben innere Erfahrungen, Erkenntnisse die aber nichts mit Sinnen zu tun haben, sondern wir versuchen dann diese Erkenntnisse in Worte zu fassen. Ja es ging hurtig hin und her und gut das wir in unserem Kreis so verschiedene Berufszweige und Bildungsniveaus haben. So wird es nie langweilig. Ach ja, am Mittwoch wurde dann auch S. Ladenrenovierungsprojekt endgültig abgeschlossen, das zum Thema Langweile. Abends war ein Vortrag zum Thema Abschied. Grundlage ist das Buch von Verena Kast – Abschied als Anfang- gehalten wurde der interaktive Vortrag von P. einem Gestalttherapeuten und Theologe mit einer sehr spannenden Vita, den ich sehr schätze. Ein dreistündiger guter Abend zum Thema Abschied, der unser ganzes Lebenssein prägt.
Haiku des Tages: Im Leben stehen und Abschied nehmen, täglich, mal mehr oder weniger bewusst, mal schmerzlich, mal befreiend, mal heiter, mal traurig, sehr sehr selten lustig oder spaßig, eher vom Jetzt ergriffen, nie in der Zukunft erfahrbar, aber in der Rückschau einordnend, dies gelingt selten leicht, dieser Prozess, des Abschied nehmen und einordnen. Das große Abschiedstor wird noch größer , obwohl im Nebel der Zeit nicht sichtbar.