4.2.2024 Agramasilla de Alba – Villafranca de Cordoba

Da geht Sonja morgens in die Dusche, kostet 2,40 € und wir machen aus, das ich nach komme. Sie geht aus der Dusche heraus und ich stehe unter der Dusche, die Automatik denkt aha, Person geht, dass ich aber eingeseift unter der Dusche steht interessiert sie nicht und stellt das Wasser ab, das komplette Wasser in der Duschkabine. Ganz doofe Nummer. Nochmal 2,40 € zahlen, ne, vor allem, zahlen geht nur außerhalb der Anlage. Ich fühle mich eingeseift., bin es auch. Die nächste Überraschung, wir wollen aus diesem automatisierten Camperparkplatz rausfahren und das Tor öffnet sich nicht. Der Blick auf das Ticket zeigt warum, unser Autokennzeichen war nicht vollständig, der Automat hat unsere Eins nicht erkannt. Wie rauskommen? Ich spreche einen italienischen Camper an, der Gott sei Dank noch da ist und wir fahren gemeinsam raus, er voraus und wir hinterher. Passt. Strecke machen, 350 Kilometer, nun ja nicht besonders viel. So fahren wir durch die eintönige Landschaft der Mancha, kein Wunder das Don Quichote etwas seltsam war und gegen Windmühlen kämpfen musste, weiter nach Andalusien. Es wird wieder bergiger und vor allem grüner, aber auch hier Plantagen ohne Ende. Diesmal kein Wein sondern, Getreide und Oliven, soweit das Auge schauen kann, im milchigen Sonnenlicht. An einer Raststätte machen wir Pause und gehen danach in die Raststätte und sind erstaunt über deren kulinarisches Angebot. Außen pfui, innen hui. Kommen sofort mit den Gästen ins Gespräch und sind mitten in Spanien angekommen. Zwei Deutsche, die französisch, italienisch und englisch mit den Einheimischen reden. Die Tapas vorzüglich, aber leider sind wir schon satt. Noch ein paar Kilometer auf der Autobahn, wollen wir die letzten 70 Kilometer über Landstraße fahren, entlang eines Naturpark mit Stausee. Kleinste Straßen führen uns durch Olivenplantagen etwas in die Sierra ( Hügel/Berge), natürlich kurvig ohne Ende. Wir fahren auf der Junta de Andalucia nach Montoro. Eine Stadt die irgendwie am Felsen klebt, die Häuser dicht an dicht und oben auf dem Plateau großzügig ist. Bar Frenazo lädt zum verweilen ein und ist mit seinem Park der Anziehungspunkt am Sonntagnachmittag. Rappelvoll, wir kommen noch einmal, in der Hoffnung es ist nicht voll. Noch ein paar Kilometer, Villafranco de Cordoba und dann in die Pampa zur Hundeauffangstation, vor allem für die Galgos. Sonja wird hier für einige Tage hospitieren. Kaum auf dem Gelände hat sie auch schon einen Hund an der Leine und ich hänge die gewaschenen Hundedecken auf. Mich stört der Geruch allerdings und ich werde mich von Tag zu Tag entscheiden, wie weit ich mich hier einbringen werde. Da wir auch nach Cordoba wollen recherchiere ich, ob wir auch mit dem Zug/Bus fahren können, denn hier in der Hundestation können wir unseren Bus stehen lassen. Wir sind quasi eingesperrt ( Stacheldraht ) und könnten nicht einmal raus, jedenfalls nicht auf die Schnelle. Um uns herum Felder und Wenig, Hundegebell und Züge. Haiku des Tages: Der rote Staub der Erde, wechselt ins Grün. Die ersten Blumen blühen, der Weizen noch klein und grün. Geothermische Solarkraftwerke in der Februarsonne.


Beitrag veröffentlicht

in

von

Schlagwörter: