31.1.2024 Montanjeos

Nach dem gestrigen langen Abend, mit Chandra und Lobo, gingen wir es heute gemütlich an. Wir verabredeten uns gegen 11 Uhr und fuhren ins Dorf. Einkaufen und ins Cafe, was die beiden selten machen und schlenderten ein bisschen durch das verschlafene Dorf mit seinen 500 Einwohnern. Interessant ist, dass in den Dörfern Schulunterricht abgehalten wird, sobald es mindesten 3 schulpflichtige Kinder gibt. Die Regierung will die noch immer anhaltende Landflucht damit verhindern. Ich lese gerade ein Buch-Leeres Spanien- und da wird auf die Landflucht eingegangen. All die Bewohner hier rund um Montanjeos, kennen sich mehr oder weniger oder zumindest kennt wieder jemand der dann jemanden kennt. Die Polizei ist präsent, hat aber nichts zutun und ist deswegen präsent. Nach unseren Einkäufen sind wir in einem ausgetrockneten Fluss entlang gelaufen, gewandert. Hin und wieder etwas Wasser, aber er sollte eigentlich viel Wasser führen. Das Thema in Spanien, Wasser. Wir kamen zu einer Staumauer, die seitlich entlang hochlaufen, dies war dann meine persönliche Grenze. Ich blieb unten, aber die anderen drei sind hochgelaufen. Ich bin halt nicht schwindelfrei. Unterhalb der Staumauer Brotzeit in der Sonne, die gegen mittags kam.  Die Kletterer, vor Jahren waren die Klettersteige rund um Montanjeos ein beliebtes Ziel für die Sportkletterer, diese Klettere haben die Schlucht schon verlassen.  Sie mit dem Fernglas zu beobachten, wie sie sich da hoch angeln, war schon sehr spannend. Später bin ich dann noch in dem Fluss geschwommen den wir am Samstag besucht hatten. Ich war ja auch von der Landarbeit ziemlich verstaubt. Zurück auf dem Grundstück gingen Lobo und ich noch in den Wald und zersägten umgefallene Bäume. Sonja wusch meinen sehr schmutzigen Pullover, kochte und tanzte im Bus zu ihrer Playliste und war quietsch vergnügt. Und nun, im Nordosten der Große Wagen, Richtung Westen, der Polarstern über uns die Milchstraße. Wir schauen nach oben und sehen tausende Sterne, rings um uns herum, Dunkelheit, soweit das Auge sehen kann. Haiku des Tages: Schritte, Steine und Felsen, aufmerksam den Blick auf den Boden richtend. Hände und Seile, Haken im Fels, den Blick nach oben, viel Vertrauen, sich einschätzen, was kann ich, was nicht.


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