24.1.2024 Mazamet

Heute da, wo wir vor einigen Tagen schon sein wollten, nämlich an dem Klettersteig mit einer Hängebrücke, La Passerelle de Mazamet, die ich leichtsinniger Weise als harmlos einstufte. Zuerst einige sehr steile Höhenmeter nach oben und dann die Brücke. Lange Hängebrücke, knapp 100 Meter, tiefes Tal und ich merke, ohoh. Sonja die Bergziege läuft einfach rüber, am Ende meinte sie zwar, dass ihr mulmig wurde. Wie soll es dann mir gehen? Schritt für Schritt taste ich mich vor und komm nicht weiter, aber wenn ich rückwärts über die Brücke gehe passt es einigermaßen und dann vorwärts kann ich freihändig laufen. Komische Nummer in meinem Brain. Fast bis zur Hälfte schaffe ich es rückwärts über die Hängebrücke zu gehen und dann lass ich es und wir laufen gemeinsam den Berg hoch. Sehr steil und wir kommen sehr ins schwitzen. Früher war es ein alter Handelsweg, schon die Kelten waren hier.. Auch fand man verschiedene Mineralien und die Mulis mussten Kupfer, Erze und sonstige Erden rauf und runter tragen. Der alte Weg mit seinen großvolumigen Pflastersteinen ist teilweise noch erhalten. Die Sonne kommt raus, am Bergkreuz Brotzeit. Unten angekommen läuft uns der Schweiß herunter und da wir morgen endgültig nach Spanien aufbrechen wollen, gehen wir ins örtliche Schwimmbad und -große Überraschung- mit französischer Volksmusik, sehr lustig das Treiben im Bad. Alle hatten gute Laune. Wäschewaschen stand noch an und sonstige Dinge die man als Camper zu erledigen hat. Der Tag verging wie im Fluge, von der Innenstadt, die ihren Reichtum aus einer bestimmten Wolltechnikverarbeitung, weltweit etwas ganz besonderes, erarbeitete, von dieser Innenstadt und seinen Palais bekamen wir nichts mit. Außerdem mussten wir noch ein Video drehen, für unseren Plan, eine Hundeauffangstation für die Galgo Espanol zu unterstützen, damit uns die Betreiber etwas kennenlernen. Alles auf englisch, kurz und knapp und verschickt. Daraufhin, wir wurden genommen. Also wir verlassen Frankreich, mit seinen Mittelalterlichen Städten und deren Geschichte und Spanien kommt. Seit dem letzten Gespräch mit der Betreuerin für die Hundeauffangstation dreht mein Brain am Rad, denn es gab Warnhinweise wie man sich gegenüber Straßenräuber und ähnlichen Personen in Spanien verhalten soll. Diese spielen oft Unfall oder ähnliches und wenn man dann helfen will, braucht man später Hilfe, weil Auto weg, Geld weg, Kleidung weg. Seitdem: Hilfe, habe ich eine Phantasie, was uns alles passieren könnte. Also Wachsam sein und die Umgebung immer abscannen. Bauch und Brain ist gefragt. Haiku des Tages: Mitten im Wald, im Maronenwald, ein Schmetterling, der erste.


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