Der, nein, die Störche stehen auf den Strommasten und bauen sich gerade ihre Nester zurecht. Leider sind die Vögel arg zerrupft vom Sturm und Regen, der auch diese Nacht nicht enden wollte. Wir warten auf den Zug nach Lisboa, der kommt pünktlich und bringt uns in knapp einer Stunde in die Stadt. Wir haben noch keine richtige Meinung zu Lisboa. Auf der einen Seite eine ganz hässliche Seite, die Gebäude, die Menschen, dann das Alte mit seinen Charme der Nostalgie, des Verfalls, so wie ich :), dann das Superneue, die Vielfalt der Menschen, das Internationale in dieser Stadt. Wir werden aufgesaugt wie so viele, die diese Stadt besucht, erobert haben, die gefallen ,zerstört (Erdbeben, Feuer ) und wieder auferstanden ist. Nicht umsonst ist eine Jesusstatue am Ufer des Tejo zu sehen, die ähnlich der von Rio in Brasilien ist. Aber vielleicht sollte man überall Jesusstatuen errichten, dann würde, wie Portugal vor dem 2. WKrieg halbwegs verschont, die Welt vor sonstigen Kriegen unberührt bleiben. Wir finden unser Zimmer und dann lernen wir Flores kennen. Ein dummer Spruch und wir sind im Austausch mit ihr, in einer super tollen InBar „Dede’s“, gleich bei uns in der Ecke. Vegan Essen etc., internationales hippes junges Publikum. Digitalen Nomaden, hier treffen sie sich, aus vielen Ländern. Was für eine Freude sich mit ihr auszutauschen, so unverhofft für beide Seiten. Meint es Lisboa doch gut mit uns, denn es ist weiterhin kalt und sehr windig und viel Verkehr. Das Zimmer hat wenig vom gelben Ei. Morgen mehr. Haiku des Tages: Die winzige Tram 28 fährt hoch und runter, über die 7 Hügel, hält sich selbst dabei ganz munter. Rattert, quietscht und kracht, eng ist es auch, wer hätts gedacht.








