Die Partynacht vorüber, Stille am Morgen. Herr Raureif begrüßt uns wie jeden Morgen. Wir warten bis die Sonne kommt und frühstücken vor dem Bus und besprechen uns mit unseren Gastgebern, wie wir den heutigen Tag gestalten wollen bzw. auch müssen. Denn heute am Freitag kommt die Zahnärztin in dem noch kleineren Dorf Zucaina, mit seinen 100 Einwohnern, und Sonja hat ihren Termin um 15 Uhr. Chandra wird sie begleiten und übersetzen. Treffpunkt um 14 Uhr und wir vier plus Marta, eine Freundin aus Venezuela, fahren gemeinsam los. Während Sonja und Chandra zur Zahnärztin weiterfahren, werden wir drei an einer Brücke entlassen und wandern runter zu einem Fluss. Die Fahrt bis dahin war spektakulär, da, eine winzige Straße, links und rechts Berge und Schluchten. Die Fotos können dies nur ansatzweise vermitteln. Wir sind am Fluss, der anscheinend immer Wasser hat, blicken nach oben und über uns kreisen 6 Geier. Das Wasser kalt wie ein Gebirgsfluss, trotzdem ziehe ich mich aus und bade. Wir verweilen und erst als die Sonne hintern den Bergen verschwindet machen wir uns auf den Weg ins Dorf Zucaina. Es wird ein gemütlicher Spaziergang auf der sehr engen Straßen mit seinen Schluchten. Ich halte mich respektvoll in der Mitte. Sonja hat zwei „neue“ Zähne und kann nun super Mohrrüben knappern. Wir hoffen sie halten und das war der einzige medizinische Eingriff auf unserer Reise. Es sind zwar keine 365 Kurven, die wir zurück fahren, aber mind. 100 bis wir wieder am Haus sind. Kurzer Break und dann treffen wir uns alle, plus einige Freunde von Chandra und Lobo und meditieren gemeinsam. Es gibt in dem Haus einen eigenen Raum für Meditation, den wir nun gemeinsam nützen. Jeder kann solange meditieren wie er oder sie will. Sonja geht nach 1,5 Stunden, ich bleibe etwas länger. Eigentlich hätte ich danach gleich schlafen sollen, aber wir planen noch den morgigen Tag und um kurz vor Mitternacht wird der Stecker gezogen und Herr Raureif der sich langsam angeschlichen hat, belegt über die Nacht alles. Vielen Dank Heinz, der Heizer bei uns im Bus. Haiku des Tages: Jede Bewegung hat seinen Reiz. Auch Kurvenfahren bzw. gefahren werden. Schnell verschwinden die Eindrücke in den Autofenstern. Die 3 Steinböcke im Tal, an ihrer Tränke bleiben .




